Reiseführer Südnorwegen

Südnorwegen

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Kanonenmuseum Møvik

Zu erreichen:
wenn man von Westen auf Kristiansand zu fährt, kurz vor der Mautstelle geht es nach rechts Richtung Møvik / Flekkerøy ab. Diese Straße macht dann einen starken Bogen. Dieser Straße bis zum Tunnel nach Flekkerøy folgen. Kurz vor dem Tunnel geht es dann links ab. (ist ausgeschildert) Dieser  Straße dann folgen. Es kommt dann eine "Tempo 30 Zone", bitte das zu berücksichtigen, da dort viele Kinder in der unübersichtlichen Straßenführung sind. Bitte am ersten Parkplatz vorbei fahren, bis zum Ende der Straße.

Bitte auf die Karte klicken, um zur aktiven Karte zu kommen.

Karte von Møvik Kanonenmuseum
Statens kartverk, Geovekst og kommuner Mit Genehmigung von Statens Kartverk

 

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Schon im 16. Jahrhundert gab es eine Verteidigungsanlage bei Høvik. Eine Blockade und Befestigungsanlage wurde 1558 angelegt. Später wurde die Frederiksholmfestung (1658 -1871) und eine Anlage auf Batterieodden (1807) aufgeführt. Alle waren dafür gedacht, den Flekkerøyhafen zu beschützen, der damals einer der meisten befahrenen Häfen in Norwegen war.

Der Name: Batteri Vara, stammt von einem deutschen Ingenieur (General Vara), der 1941 im englischen Kanal gestorben ist.

1941 wurde der Bau des Forts Møvik mit 1.400 Arbeitern begonnen. Davon waren 750 norwegischer, 350 dänischer und 300 deutscher Nationalität. Zum Jahreswechsel 1942-43 kamen noch 200 russische Kriegsgefangene aus Russland dazu. Diese blieben bis Kriegsende. Nach und nach wurden für den Betrieb der Batterie rund 600 Soldaten stationiert. Da die Anlage eine Küstenwehranlage war, waren von den 600 Mann 450 Marinesoldaten.

Es wurden 53.000 m3 Felsen gesprengt und 29.000 m3 Beton verarbeitet. Ebenso wurden 4 km Straßen und 2,5 km Schienen für die Schmalspurbahn gebaut.

Die ersten Probeschüsse wurden mit der Kanone #2 und #3 am 12.03.1942 getätigt. Die Kanone #4 wurde im November 1942 das erste Mal probe geschossen. Diese Kanonen hatten eine Reichweite von 42 km mit der Standartgranate von 800 kg. Mit der kleineren Granate von 500 kg wurden sogar 55 km erreicht. Dabei erreicht die Granate eine Flughöhe von bis zu 20.000 m. und eine Mündungsgeschwindigkeit von 1050 m/sek. Das Kanonenrohr hat nur eine sehr begrenzte Lebensdauer. Dadurch, dass jede Granate rund 400 g Stahl aus dem Rohr schleift, waren 100 Präzisions-Schüsse und 150 weitere Schüsse möglich. Danach musste das Rohr gewechselt werden. Diese Kanonen (gleiche Bauart) saßen auch auf der Bismarck und der Tirpitz
Die Arbeiten für die Kanone #1 wurde erst im Sommer 1944 wieder aufgenommen. Man überbaute den Kanonenbrunnen mit einem Betonschutz gegen Fliegerangriffen. Die Wände sind 3,8 m dick und die Decke 4,5 m. Im Herbst 1944 trafen dan die Teile für die Kanone ein. Bis zum Jahreswechsel 44/45 war alles vorhanden (230 Tonnen Kanonenteile), nur das Rohr mit 110 Tonnen fehlte noch. Dieses Rohr war auf dem Frachter MS Porto Alegre. In der Nacht vom 22.02.1945 wurde dieser Frachter samt Kanonenrohr von englischen Flugzeugen im Kattegatt versenkt. Die Betonklötze vor der gewaltigen Bunkeranlage waren die Fundamente für einen Laufkran, der eine Hubleistung von 175 Tonnen hatte. Dieser Kran wurde für die Montage benötigt, denn mal eben schnell ein Rohr von 110 Tonnen in die Kanone stecken, geht ja nun gar nicht. Die Fundamente wurden nach Kriegsende von einer norwegischen Ingenieurskompanie bei Sprengübungen zerstört.

Die Homepage zu dieser Anlage ist unter folgender Adresse zu finden:
http://www.kanonmuseet.no

Übrigens standen bei einem Abschuss 17 Personen im Turm, ohne Gehörschutz. Trotzdem war es für diese 17 Personen "angenehmer" als draußen. Denn die Druckwelle und der Lärm war draußen um ein vielfaches höher. Wer im Ort Møvig die Information über Probeschüsse nicht mitbekam und nicht seine Fenster geöffnet hatte, musste anschließend den Glaser bestellen.

Ausführliche Erklärungen zur Anlage:

http://www.nantus.de/

Museumscenter Hanstholm (Darstellung der 38 cm Kanone):

http://www.museumscenterhanstholm.dk/viden_om/38_cm_kanonen/

 

Übersichtsplan der Anlage
Übersichtsplan der Anlage
Eingang zur Bunkeranlage der Kanone #2
Eingang zur Bunkeranlage der Kanone #2
Fotos aus damaliger Zeit und auch ein Gemälde sind hier ausgestellt.
Fotos aus damaliger Zeit und auch ein Gemälde sind hier ausgestellt.
Optische Geräte zur Zielerfassung.
Optische Geräte zur Zielerfassung.
Entfernungsmesser, wurde mit 3 Personen bedient.
Entfernungsmesser, wurde mit 3 Personen bedient.
Das ist die Schleuße.....
Das ist die Schleuße.....
Übersichtskarte der Festungsanlagen im Skagerrak.
Übersichtskarte der Festungsanlagen im Skagerrak.
Mechanisches Rechenbord.
Mechanisches Rechenbord.
Beschreibung vom Rechenbord.
Beschreibung vom Rechenbord.
mechanischer Seitenumrechner.
mechanischer Seitenumrechner.
Gerät zur Flugzeitberechnung.
Gerät zur Flugzeitberechnung.
unterschiedliche Granaten.
unterschiedliche Granaten.
2 Granaten vom Kaliber 40,6 cm ......
2 Granaten vom Kaliber 40,6 cm ......
Vorn die Granaten, hinten die Munitionsschleuse.
Vorn die Granaten, hinten die Munitionsschleuse.
Solche Sprüche sind für eine Diktatur sehr wichtig.
Solche Sprüche sind für eine Diktatur sehr wichtig.
Eine elektrische Bohrmaschine für Drehstrom (380V)
Eine elektrische Bohrmaschine für Drehstrom (380V)
Leere Hülsen für die Treibladung.
Leere Hülsen für die Treibladung.
Leere Hülsen für die Treibladung.
Leere Hülsen für die Treibladung.
Teile vom Funkraum.
Teile vom Funkraum.
Eine Seemiene.
Eine Seemiene.
Uniformen
Uniformen
Das Stromaggregat für den Kanonenbetrieb (200 PS)
Das Stromaggregat für den Kanonenbetrieb (200 PS)
Flur mit Schinen zum Transport der Granaten.
Flur mit Schinen zum Transport der Granaten.
Wachstube
Wachstube
Wer mag, der kann hier sogar auch kaufen.
Wer mag, der kann hier sogar auch kaufen.
Die Kanone außen.
Die Kanone außen.
Oberhalb des Bunkers, die Kanone.
Oberhalb des Bunkers, die Kanone.
Diese Aussicht hat man hier.
Diese Aussicht hat man hier.
Aussicht über den Schärengarten von Kristiansand.
Aussicht über den Schärengarten von Kristiansand.
In der Bucht unten sind Ferienhäuser.
In der Bucht unten sind Ferienhäuser.
Kasematte. Hier hätte man die Kanone ohne den Blechkasten montiert.
Kasematte. Hier hätte man die Kanone ohne den Blechkasten montiert.
Das Rohr der Kanone #2
Das Rohr der Kanone #2
Leistungsdaten der Kanone.
Leistungsdaten der Kanone.
Hier wird die Treibladung in das Rohr eingeführt.
Hier wird die Treibladung in das Rohr eingeführt.
Der Tisch mit der Treibladung und der Hülse.
Der Tisch mit der Treibladung und der Hülse.
Links unten der Einschub für das Schießen mit kleineren Granaten.
Links unten der Einschub für das Schießen mit kleineren Granaten.
Spannvorrichtung
Spannvorrichtung
Lager zum Ausrichten.
Lager zum Ausrichten.
Der Stellmotor um das 110 Tonnen Rohr zu neigen, also heben und senken.
Der Stellmotor um das 110 Tonnen Rohr zu neigen, also heben und senken.
Der Bunker für die Kanone #1
Der Bunker für die Kanone #1
Die Aussicht vom Dach des Bunkers.
Die Aussicht vom Dach des Bunkers.
Blick über die Befestigungsanlagen.
Blick über die Befestigungsanlagen.
Der Eisenbahnschuppen.
Der Eisenbahnschuppen.
Kristiansand im Dunst.
Kristiansand im Dunst.
Blick zur Kanone #3
Blick zur Kanone #3
Kanone #2
Kanone #2
Rückseite vom Bunker Kanone #1
Rückseite vom Bunker Kanone #1
Alter Betonmischer, hergestellt in Oslo.
Alter Betonmischer, hergestellt in Oslo.
Munitionseingang Kanone #1
 	  Munitionseingang Kanone #1
Brunnen der Kanone #3
Brunnen der Kanone #3
Das Gelände ist so groß, dass man lange Wanderungen machen kann.
Das Gelände ist so groß, dass man lange Wanderungen machen kann.
Mannschaftsbunker
Mannschaftsbunker
Kannone #3 Wurde demontiert.
Kannone #3 Wurde demontiert.
Wasserspeicher für 450 m3 Wasser.
Wasserspeicher für 450 m3 Wasser.
Brunnen der Kanone #4 Wurde demontiert.
Brunnen der Kanone #4 Wurde demontiert.
Blick zur Kanone #1
Blick zur Kanone #1

 

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