Reiseführer Südnorwegen

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 Die Götter der nordischen Mythologie

Einige werden jetzt fragen: was soll das auf einer Norwegenseite?

Antwort:

Wer sich mit der Norwegischen Sprache einmal etwas mehr als mit takk und mange takk beschäftigt hat und sich auch einmal Gedanken über viele Ortsnamen gemacht hat, der stößt immer wieder auf auf die alten Sagen, die auch mit der Geschichte der nordischen Mythologie eng verbunden ist.         Es ist einfach interessant, wenn man die alten Sagen durchgeht und dabei auf die Namen der heutigen Zeit, wenn auch oft in Abwandlung, stößt. Es erweitert einem den Blick für dieses schöne Land.

Also schaut einfach mal die Seiten an, vor allem wenn Ihr sehr wenig von diesem Thema wisst. Es ist eine Erfahrung wert.

 
Grundlagen zum Verstehen


Asen und Vanen


Asen


(nord. Æsir, v. ass „Pfahl, Balken”)

In den Liedern der nordischen Edda sind die Asen die bestimmenden Götter.

Gebräuchliche Bezeichnungen für die Asen sind Rater, Schlachtgötter oder Walgötter

Bei SNORRI werden die Asen ausführlich beschrieben. Er nennt Odin als ältesten und vornehmsten der Asen, Thor, Baldur, Niördr, dessen Sohn Freyr, Tyr, Bragi, Heimdall, Hoedur, Widar, Wali, Uller, Forseti und Loki.
Asinnen (die weiblichen) sind Frigg, Saga, Eir, Gefion, Fulla, Freyja, Siöfn, Lofn, Wara, Syn, Hlin, Snotra und Gna, außerdem Sol und Bil.

Die Asen sind, im Gegensatz zu anderen Göttern, der Zeit unterworfen. Sie altern. Sie müssen daher von den Äpfeln (eigentlich die Schlüsselfrucht an sich) der Idun essen, um den Alterungsprozess entgegen zu wirken.

Die Asen wohnen in der Himmelsburg Asgard.

Ihre Herrschaft über die Welt errangen die Asen im ersten Krieg, dem Götterkampf zwischen Asen und Vanen. Nach dem Frieden übergeben die Vanen als Geiseln: Hoenir und Mimir, umgekehrt müssen der Meergott Njörd und seine Kinder Freyr und Freya zu den Asen nach Asgard.

Hier gibt es zwar unterschiedliche Auffassungen, das liegt aber daran, dass es in jedem nordischen Land die Überlieferung abweicht.

Odin und seine Brüder Hönir und Lodur schufen die ersten Menschen Ask und Embla.

Die ältesten Darstellungen der Asen wurden auf geschnitzten Holzpfählen entdeckt.

Ursprünglich wurden die Asen als Luftgeister verehrt. Sie waren die Seelen der Verstorben. Erst mit der zunehmenden Verehrung Odins als Anführer des Totenheeres wurden die Asen ein Göttergeschlecht neben den Vanen. Die hohe Bewertung der Asen ist demnach die jüngste mythologische Schicht.

Der Name „Asen” soll nach Auffassung einiger von Asien kommen. Es sind die aus Asien eindringenden indogermanischen Stämme, die die eingesessenen Völker Europas besiegt haben, die den Vanenglaube der Unterlegenen mit dem Asenglauben der Sieger zur germanischen Religion vereinten. Als Beleg für ein solches Geschehen wird der in der Edda geschilderte Asen-Vanen-Krieg angegeben.
Vanen

Vanir, Wanen (nord. „die Glänzenden”, „die
Gewohnten”, „die heimischen Götter von Feld und Flur”)

In der nordgermanischen Mythologie ein Göttergeschlecht, eine ältere und kleinere Gruppe von meist Fruchtbarkeitsgottheiten, Schutzgottheiten der Bauern, Seefahrer und Fischer, die von der Göttin Nerthus stammen sollen.

Sie gelten als ältere, später von den kriegerischen Asen verdrängte skandinavische Gottheiten, friedliebende Naturgeister denen die Pflege von Feldern und Äckern unterstand.

Vanen

Wohnort der Vanen ist Vanaheimr. Sie gelten für weise und verständig und beherrschen den Zauber Seidr. Ihrer Höchste waren die Mutter Erde und „die Gebieterin” Freyja mit den Beinamen Vanadis oder Matriarchin der Flur.

Bei den Vanen kommt die Geschwister Ehe vor, wohingegen der Inzest bei den Asen als Blutschande angesehen wird. Durch Gullveig wecken sie in den Asen die Gier nach Reichtum, was zum Asen-Vanen-Krieg führt. Die Asen fingen die heilige Zauberin Gullveig und folterten sie.

Zwar galt seit Friedensschluss der asische Odin als höchster der Götter, aber die Vanen blieben in hohem Ansehen, viele behielten die Ehrfurcht vor ihren Zauberkräften. Alles Wissen, über das die Asen von nun an verfügten,
stammte von ihnen.

Allgemein galten die Vanen für weiser als die Asen. Beispielsweise wird Heimdall ausdrücklich dafür gepriesen, dieser hellste der Asen sei weise wie die Vanen.

In einem eddischen Lied werden die Wohnorte der Götter erwähnt (Edda, Grimnirlied 4-17):

Thrudheim - Thor

Ydallir/Eibental - Ull

Alfheim/Albenheim - Freyr

Walaskialf - „der Ase” (Odin)

Sökkwabeck/Kleinodbank - Odin und Saga

Gladsheim/Froheim mit Walhall - Odin, eine Hälfte der Einherier

Thrymheim - Skadi (früher wohnte hier Thazi)

Breidablick/Breitglanz - Balder

Himinbiörg/Himmelsburg - Heimdall

Volk-/Folkwang - Freya, andere Hälfte der Einherier

Glitnir - Forseti

Noatun - Njörd

Widi/Waldgebiet - Widar


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