Reiseführer Südnorwegen

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Reisebericht

10.07.2008:
7.00 Uhr Wecken und in aller Ruhe Frühstücken. Um kurz vor 8.00 Uhr kam mein Sohn und wir packten die restlichen Sachen ins Auto. Um 8.30 Uhr ging es dann los.
Nach 1,5 Stunden hatten wir die dänische Grenze erreicht. Die Raststätte Årslev war unser Treffpunkt. Käffchen, Zigarette, tief durch atmen und dann ging es weiter. Die Abfahrt Hobro Nord genommen und dann über unendlich viele Kreisverkehre (Ansage Navi: 2. Abfahrt den Kreisverkehr verlassen) erreichten wir dann Hanstholm um 14.00 Uhr. Wie immer bekam unser Sohn eine extra Spur zugewiesen, weil sein Polo mal wieder ins Gepäcknetz durfte. Er bekommt dort witziger Weise immer den gleichen Platz an Bord. Diesmal hab ich das Wendemanöver der Fähre im Hafen abgelichtet. Eine imposante Konstruktion, vor allem, wenn man sich den Bug der Fähre mal genauer ansieht.







Um 16.30 Uhr sollte die Fähre ablegen. Ca. 15 Minuten Verspätung und die Fahrt ging los. Wir saßen derweil gemütlich im Restaurant und waren am Essen. Das Buffet hatte in seinem Umfang gegenüber dem letzten Jahr nachgelassen, war aber trotzdem dazu geeignet, satt zu werden. Auch der Lachs schmeckte gut, die Qualität der Speisen ließ nicht zu wünschen übrig. Nicht alkoholische Getränke waren aber immer noch kostenlos, auch die Cola.

Bei der Abfahrt fing es in Dänemark an zu regnen. Wir fuhren dem Regen davon in Richtung norwegische Küste. Wellenhöhe lag zwischen 0,5 und 1 m. Also eine sehr ruhige Überfahrt. Merkwürdig ist, dass es bei jeder Fährüberfahrt ein Kleinkind gibt, was die gesamte Zeit wütend am Schreien ist. Man ist jedes Mal froh, wenn so ein Kind nicht direkt in der Nähe positioniert ist. Dass gerade Kleinkinder mal weinen, wenn sie übermüdet sind, dafür habe ich absolutes Verständnis, aber glatte 2 Stunden am Stück, ohne Pause ist doch schon eine Zumutung für die anderen Gäste. Man kann mit einem Kleinkind in seiner Karre auch gern mal nach oben in die frische Luft gehen, um den Gästen an Bord mal etwas Entspannung zu gönnen. (Meine Meinung)
Beim auschecken wurden wir am Zoll durch gewunken, nur mein Sohn mit seinem Polo durfte in die Garage. Aber bei 6 Flaschen Bier und 6 Paketen Tabak war es kein Problem. Nur dass er seinen Rechner mit Flachbildschirm auf dem Rücksitz hatte, brachte den Zöllner kurzfristig zum Grübeln. Als mein Sohn ihm aber klar machte, dass er Gamer ist, waren sie sich völlig einig und er durfte wieder aus der Garage.

Nun kam auch der Regen in Norwegen an, aber die Autos sind ja hol und wasserdicht. Die 80 km bis zu unserer Hütte wurden unterbrochen durch einen Besuch beim Supermarkt, wo wir noch einige Lebensmittel gekauft hatten. ICA ist eigentlich ein Supermarkt, den man wegen seiner Preise nicht all zu oft aufsuchen sollte. Da wir aber nicht genau wussten, ob wir vor 21.00 Uhr in Lyngdal ankommen würden, hatten wir halt bei ICA in Mandal angehalten. Später stellten wir dann fest, dass REMA1000 sogar Mo.-Fr. bis 22.00 Uhr geöffnet hat.

In Lyngdal angekommen, wurde erst einmal der Bankautomat aufgesucht und da ich mal wieder nicht wusste, welches Limit auf meinen Kreditkarten ist, ging das Testen los. Zum Schluss hatte ich aber das Geld, welches ich am nächsten Tag für die Hütte brauchte, zusammen. (2 Kreditkarten und 2 EC-Karten). Wieder ist der Vorsatz da, das Limit endlich einmal bei der Bank zu erhöhen. Mal sehen, ob das dieses Jahr klappt.

An der Hütte in Skarstein angekommen (Schlüssel wie immer versteckt vor der Haustür), wurde gleich ausgepackt. Wie auf Wunsch, war es vorbei mit Regen und unsere Sachen kamen trocken in die Hütte. Als alles fertig war, ging es noch einmal runter zum Boot. Es war 22.00 Uhr und das Licht war eigentlich zum fotografieren schon zu wenig, aber ein Foto aus ruhiger Hand bei dreißigstel Sekunde klappte doch noch.



11.07.2008:
Gut geschlafen (bis 9.00 Uhr) und dann gefrühstückt. Wetter: Regen, wie es sich die Natur wünschst. Macht nichts, wir wollten eh nach Lyngdal zum Einkaufen. 12.42 Uhr war Tidewechsel. Also Zeit genug war deshalb. So gegen 11.00 Uhr hörte der Regen nahezu schlagartig auf. So konnten wir dann auch in Lyngdal umherwandern und uns die Neuigkeiten ansehen. Lidl ist ja nun nicht mehr, dafür ist REMA1000 in den Räumen.



Also mal rein und gleich einkaufen. Die Überraschung war groß, denn das Warenangebot ist komplett und sehr gut. Ein Laden, den ich nur empfehlen kann. Die Reker sind jetzt vor dem Brot in der ersten Reihe rechts hinten zu finden. 19 NOK per kg. Das Brotangebot ist sehr umfangreich (Brotschneidemaschine ist auch vorhanden). Ebenso das Angebot für Tiefkühlgut. Bier, da man sich in Lyngdal befindet, gab es letztes Jahr noch ausschließlich Letøl. Richtiges Bier gab es immer noch nur im Winmonopol. Lyngdal ist halt der Bezirk, von wo die meisten Missionare aus Norwegen in fremde Länder ziehen. Nun hat sich auch das geändert.
Das Winmonopol ist jetzt in dem neuen „Einkaufszentrum“ von Lyngdal im Keller. Der Platz vor dem Rathaus ist unterhöhlt (Tiefgarage) und neu gestaltet worden. Die Kuh von Lyngdal wurde ebenfalls neu positioniert. Einen Imbiss gibt es jetzt sogar am Rand des Platzes. Ein 2. Sportladen ist im Einkaufszentrum neu hinzu gekommen. Dort findet man auch eine Bank, einen Schuhladen und diverse Modegeschäfte.



Zurück an der Hütte, gab es erst einmal Mittag. Danach kam der Eigentümer und wir klönten erst einmal runde 2 Stunden über dieses und jenes. Danach wurde das Boot klar gemacht. Wie jedes Jahr ist die Selbstlenzung wieder außer Betrieb gesetzt worden. Die Kappe war auf das Auslassventil geschraubt und das Boot war voll Wasser (ca. 30 cm). Das Ösfass war weg, dafür 2 Trichter, um den Tank mit Benzin zu füllen. (Sinnvoll!) Einige scheinen Angst zu haben, wenn der Deckel nicht drauf ist, dass das Boot dann voll Wasser läuft. Echolot wurde befestigt, viel Kleinkram ins Boot geladen und schon waren wir fertig. Mein Sohn drehte noch einige Runden. Meine Frau und ich genossen die Stille am Steg.



Den Abend haben wir ganz ruhig ausklingen lassen. Gelegentlich kamen einige kräftige Regenschauer vom Himmel, aber das störte in der Hütte am brennenden Kamin keinen.





12.07.2008:
In Ruhe gefrühstückt und dann die Angeln klar gemacht. Das Wetter war etwas undurchsichtig, man konnte nicht sagen, ob nun noch Regen kommt oder nicht. So konnte man alles in Ruhe vorbereiten. 14.30 Uhr ist Tidewechsel, Wetter unverändert. Ganz leichter Wind aus Süd-Ost, also Sachen einsammeln und ab aufs Boot. Halb auf dem Fjord kam die Feststellung: was man nicht im Kopp hat, sollte man in den Beinen haben. Der Koffer mit den Vorfächern und dem Kleinkram war noch in der Hütte. Sohn angerufen, damit er die Sachen zum Steg bringt und ich nicht erst mit dem Auto zur Hütte muss. Richtig auf dem Wasser waren wir dann erst um 16.00 Uhr.
Wir brauchten erst einmal Köderfisch. Also in die Höhe von Hausvik und die Harpe abgelassen. Die Strömung und die Windrichtung waren derart ungünstig, dass ich kaum eine Richtung schleppen konnte, bei der ich 2 Knoten Fahrt nicht unterschritten habe. Alles andere führte nur dazu, dass ich in die falsche Richtung getrieben wurde. Nach 20 Minuten gab ich das Schleppen auf und wir ließen uns in die Bucht vor der Eisenstange rein treiben. Meine Frau fing dann plötzlich 2 Makrelen an einer Stelle, wo selbst wenn der Fjord voller Makrelen ist, man keine fängt. (Dieses Jahr ist wohl alles anders)
Ich ließ also die Harpe noch einmal ins Wasser und siehe da, noch mal 2 Makrelen ins Boot geholt. Wassertiefe hier rund 20 m. Da der Wind aus östlichen Richtungen kam versetzten wir das Boot an die südliche Spitze der Insel Børøy. Bei dem Wind eigentlich immer der Bringer für Fisch.
(Dieses Jahr ist alles anders)
Eine lange Dift und nicht einen Zupfer. Selbst mit der Pose war nichts zu machen. Also umsetzen und an die Nordseite der Insel. Dort waren wir im totalen Windschatten. Getrieben wurden wir nur von der Strömung. Aber hier kamen wenigstens 8 Makrelen ins Boot. Köhler oder Dorsch, Fehlanzeige.
Wir setzten dann wieder um, auf die andere Seite des Fjords, vor die Steilwand. Der Wind war nahezu ganz weg. Die Driftrichtung war durch die Strömung dort direkt auf den Felsen zu. Also mit ganz viel Gefühl angeln, damit die Montage nicht hängen bleibt. Ergebnis: 1 Lippfisch von 30 cm, und eine Seezunge, gerade mal Handteller groß. Beide durften weiter schwimmen.
Nun fing es an zu regnen und der Himmel sah nicht danach aus, dass es ein einmaliger Schauer war. Also zusammen packen und zum Steg zurück. Die gefangenen 13 Makrelen reichten ja fürs Erste. Um 19.00 Uhr waren wir dann wieder an der Hütte. Der Kamin war bereits an und die Klamotten konnten trocknen.



13.07.2008

Morgens leichter Landregen, der so gegen 8.30 Uhr aufhörte. Totale Stille, da sich kein Lüftchen regte. Im See vor der Hütte spiegelten sich die Bäume.



Gelegentlich hörte man eine Hummel vorbei fliegen. Einfach nur Ruhe um einem herum. Ein Bussardpärchen überflog die Hütte, die Rufe hallten durch die Luft. Ruhe, Windstille. Das ist Natur pur. Der Bieber im See hatte seine Runden hinter sich. Ein Rotkehlchen setzte sich auf die Terrasse und wir schauten uns gegenseitig an.







Nach einer Weile wollten wir Bekannte besuchen, die waren aber wie jeden Sonntagvormittag im Café beim Leuchtturm Lindesnes. Unser Sohn war mit dem Boot draußen. Also fuhren wir mal in Richtung Trånevåg. Die Sonne kam durch, Wind Südost 1 bft. Das ist ideal, um einige Fotos an der Ecke zu machen.







So gegen 14.00 Uhr kam unser Sohn vom Angeln zurück. Er brachte einen Leng von rund 80 cm mit. Den Rotbarsch, den er bei 25 m gefangen hatte, ließ er wieder schwimmen. Seinen Zielfisch, den Wittling, den er an bestimmten Stellen immer gefangen hatte, war wohl gerade im Urlaub. Nichts zu machen, er war nicht da. Ich bin mir aber sicher, dass er ihn noch finden wird.
In diesem Jahr ist alles anders.

14.07.2008:

Einkaufen in Lyngdal war angesagt. Vor dem Bootsgeschäft habe ich noch Jakob aus Bjørnevåg getroffen. Er brauchte neue Farbe für seine Boote. Kleiner Klönschnack auf der Straße. Auf dem Rückweg haben wir noch Bekannte besucht. Immer wieder nett, wenn man sich rund ein Jahr nicht gesehen hat. Neuigkeiten werden ausgetauscht und natürlich wird man auf den aktuellen Stand vom Dorftratsch gebracht.
Das Wetter: fast windstill, durchsetzt mit einigen leichten Regenschauern. Pünktlich zum Tidewechsel um 16.55 Uhr riss dann die Bewölkung auf und die Sonne kam durch. Ich machte am See noch einige Bilder






Wir verbrachten den späten Nachmittag dann mit Bekannten auf der Terrasse.

15.07.2008:

Nichts Großartiges passiert, Entspannung war angesagt. Gegen Abend habe ich neue Stellen für das Küstenangeln getestet. Der Wind kam mit rund 3 bft. von West, was an einigen Stellen recht hinderlich war.



16.07.2008:

Bis zum Tidewechsel (10.54 Uhr) teilweise schwere Regenschauer. Also ins Auto. Ziel war grob erst einmal Egersund. Wir entschlossen uns die E39 zu fahren. Hinter der Mautstelle, also kurz vor der neuen Strecke, quälte sich ein französisches Wohnmobil auf die Straße. Zauberhaft. Sehen konnte man ab da nichts, denn der „Brotkasten versperrte einem die Sicht total. Wenn die Gegenfahrbahn einsehbar war, hatte man reichlichst Gegenverkehr. So ging das Gezuckel bis hinter die Brücke bei Feda. Dann erst ergab sich der Moment, wo ich vorbei kam.
Als das Hinweisschild für den Ort Sira kam, bog ich ab, um endlich mal Bilder von der ältesten Hängebrücke Norwegens zu machen.



Es ist schon beeindruckend, was die damals vor rund 100 Jahren gebaut hatten. Die Straße (Tronåsen) konnte ich von Sira aber nicht fahren, da sie als Einbahnstraße von der anderen Richtung geöffnet ist. Also fuhren wir wieder auf die E39, umfuhren den Berg Tron und bogen dort dann rechts ab, wo die alte Straße beginnt.













Leider fing es dann an zu Schütten und der Himmel war durchgehend in grau gehalten. Wir verzichteten dann auf das Befahren der Straße, denn wenn ich dort fahre, dann möchte ich auch Bilder machen. Also weiter nach Egersund.
Dort angekommen, kreiselt man sich erst einmal durch unendlich viele Kreisverkehre, bis man auf dem Parkplatz beim Gästehafen angekommen ist. Kleiner Bummel durch die Altstadt, das reichte, um zu sehen, was es neues in dieser Stadt gibt. Einen Kutter für das Angeln auf dem Meer gibt es in Egersund nicht. Ich hatte mich gerade danach durchgefragt.
Wir fuhren nun auf die Insel Eigerøy. Bis zum Strand (Skadberg Sanden) der Insel sind es gerade mal 7 km. Bei 15° C war natürlich kein Badebetrieb.



Dann fuhren wir weiter nach Seglem und hielte auf dem Parkplatz an. Die Wanderung zum Leuchtturm haben wir uns geschenkt. Dafür waren wir schon zu oft dort. Einige Fotos habe ich noch gemacht und dann ging es zurück.









Diesmal aber die interessantere Straße, die alte Küstenstraße nach Flekkefjord. Kurzer Stopp in Flekkefjord (Käffchen) und dann zurück zur Hütte.

17.07.2008:

Westwind, nicht so stark, aber immerhin von West. Diesmal hatte ich mir vorgenommen, bei dieser Windrichtung mal auf den Fjord zu fahren. Ich wollte mich mal so verhalten, wie Neulinge an diesem Fjord handeln. Also als erstes keinen Köderfisch zur Sicherheit mitnehmen, auch keine Reker. Einfach nur raus und angeln.
Ich fuhr aber trotzdem die bekannten Stellen an, um Makrelen zu bekommen. Mit der Angel und einem Makrelenvorfach wurde das erst einmal nichts mit der Makrele. Dann kam die Hape zum Einsatz. Fehlanzeige. OK, dann eben nicht. Also mit Blech geangelt. Ich habe nun etliche Kanten abgefahren, an denen ich immer etwas gefangen habe. Alles Fehlanzeige, selbst dort, wo selbst bei Westwind in den anderen Jahren etwas an den Haken kam, nichts.
Es waren schöne entspannte 3 Stunden auf dem Wasser. Am Ende brauchte ich nichts filetieren, einfach nur aus dem Boot aussteigen und fertig. Westwind hat am Rosfjord auch seine guten Seiten.

18.07.2008

Auch Heute wieder Westwind, diesmal Süd-West. Lyngdal war erst einmal angesagt. (Einkaufen). Am späten Nachmittag sind wir dann trotz falschem Wind auf den Fjord gefahren. Vor Børøy hatte sich ein Pollack verirrt und kam ins Boot. Das war auch der einzige Fisch an diesem Tag. Ansonsten haben wir dem Treiben der Norweger auf dem Wasser zugeschaut. Es wurde Wasserski gefahren oder die Kinder kamen in einen Gummireifen und wurden mit recht viel Speed durch die Wellen gezogen.


19.07.2008

Morgens eine gute und eine nicht so gute Nachricht: Wind aus Ost, dafür Regen am Stück. 12.10 Uhr ist Tidewechsel, also Freunde besuchen.
Einige Bilder vom Farsund-Resort bei Nieselregen hatte ja auch was:









Danach habe ich mir mal Molansli am Lenefjord angesehen. Auch bei Regen, denn der Tidewechsel brachte keine Wetteränderung, ein landschaftlich schöner Ort.






Auf dem Rückweg kam ich mir auf der E39 vor wie in der Autowaschanlage, es fehlten nur noch die Bürsten. Das Wasser stand teilweise 10 cm hoch auf der Fahrbahn.
Mit dem Tidewechsel gegen 19.00 Uhr hörte der Regen schlagartig auf. Es war fast windstill. Mein Sohn fuhr dann mit dem Boot raus und brachte so gegen 22.00 Uhr einige Wittlinge mit.

20.07.2008:

Leichter Wind aus Ost. Die Hoffnung, dass die Makrele jetzt wieder im Fjord auftaucht ist vorhanden. Bedeckter Himmel, aber nach Regen sieht es nicht aus. Dafür haben die Wolken eine falsche Höhe. Ich dachte mir, man könnte ja mal Makrelen suchen. Also raus auf den Fjord und die Bekannten Stellen mit der Harpe abfahren. Nichts zu machen, die Makrele ist noch nicht wieder im Fjord angekommen. Zum Tidewechel um 12.40 Uhr reißt die Bewölkung auf und der blaue Himmel kommt zum Vorschein. Jetzt haben wir auflaufendes Wasser, die Chance, dass jetzt die Makrele wieder im Fjord auftaucht ist gut, zumal der Wind weiter aus Ost kommt. Gegen 16.00 Uhr bin ich mit meiner Frau noch mal auf den Fjord raus gefahren. Die Makrele war vereinzelnd vorhanden, aber immer noch nicht so, wie es sich um diese Jahreszeit gehört. In der Fjordmündung gab es eine nette Kreuzsee, sodass man dort draußen besser nicht angelt. Um 19.00 Uhr kamen wir mit einigen Köhlern zurück. So richtig beißfreudig waren die Fische aber nicht.

21.07.2008:

An der Hütte Sonne und fast totale Windstille. Mein Sohn wird am Vormittag raus fahren. Meine Frau und ich werden in Lyngdal noch etwas einkaufen und die beiden Benzinkanister füllen.



Auf dem Rückweg haben wir dann noch bei Freunden angehalten. Am Nachmittag kam unser Sohn mit der Nachricht zurück vom Angeln, dass die Makrele in der Fjordmündung ist. Er brachte auch einige davon mit. Auch hatte er einige Wittlinge dabei.
So gegen 18.00 Uhr bin ich auch noch mal raus gefahren. Die Fjordmündung war durch den auffrischenden Wind nicht zu beangeln. Der Wind trieb das Boot mit 2,5 Knoten vor sich her. So war ein Schleppen auf Makrele so gut wie unmöglich. Im Windschatten einiger Inseln sind mir aber doch noch einige Makrelen ins Boot gekommen. Es war ein sehr schwieriges Geschäft. Nun hatte ich aber wenigstens Köderfisch im Boot. Ich hoffte darauf, dass sich der Wind so ab 20.00 Uhr legt und dann ein Angeln erträglich macht. So fuhr ich erst einmal in den Windschatten von Ullerøy. Hier kamen noch einige Makrelen ins Boot. Dann setze ich um und fuhr die Kante gegenüber von Hausvik an. Da dort ein Yelloboot gerade in der Drift lag, wo ich eigentlich angeln wollte, fuhr ich ein Stück weiter. Also noch vor der Stange. Dort ließ ich mich dann ab 40 m raus treiben. steiniger Untergrund, genau wie erwartet. So bei 50 m bekam ich einen heftigen Ruck in die Rute. Danach war die Montage auf dem Grund wie fest genagelt. Ich bekam immer wieder kurzfristig die Montage wieder hoch, es gab dann einige Schläge in der Rute und fest saß das Teil wieder. Das ging fast eine halbe stunde so. Dann plötzlich konnte ich Schnur auf die Rolle bekommen. Etwas zögerlich ging es, aber es ging. Tja und dann ging alles ganz leicht. Ich werde wohl nie erfahren, was dort dran war.

22.07.2008:

Bedeckt mit einigen blauen Streifen am Himmel. Abwarten, was nach Tidewechsel so ist. Am Nachmittag wollen wir mit Freunden grillen. Ich bin in die Umgebung gefahren, um einige Fotos zu machen. Lycke Gård,






Agnefest,






Belland / Børøy,






Grønsfjord






Korshamn. In Korshamn war die Kirche geöffnet und ich konnte endlich mal ein Foto vom Innenraum machen.



Anschließend noch ein langes Gespräch mit Rainer von Korshamn Rorbuer. Dort wird die Anlage um einiges erweitert. Auf dem Rückweg, am Lyngdalsfjord habe ich dann die jenigen bedauert, die hier mit dem Boot durch müssen, um nach Farsund zu kommen. Wellenhöhe über einem Meter mit Schaumkronen darauf. Dafür aber strahlend blauer Himmel.

23.07.2008:
Morgens, blauer Himmel und absolute Windstille an der Hütte. Mein Sohn ist mit dem Boot draußen. Mal sehen, was er diesmal mitbringt. Es waren so um die 15 Makrelen, 3 Wittlinge und 2 Köhler.
Ich sitz auf der Terrasse und bereite die Ergänzungen für meine Südnorwegenseiten vor. Wir haben hier im Schatten 23°, Sørlandsommer.
So gegen 18.00 Uhr bin ich mit meiner Frau raus gefahren. Wind aus Süd, Südwest, ca. 3 bft. Kein gutes Zeichen. Zum Schleppen vor Ullerøy kam der Wind aus der völlig falschen Seite, da die Strömung genau mit dem Wind verlief. Ließ man sich treiben, erreichte man mit dem Boot eine Geschwindigkeit von rund 2,5 Knoten. Fuhr man gegen den Wind an, war die Strömungsgeschwindigkeit zu groß und die Montage fuhr Wasserski. Erst dann war an Schleppen zu denken. Also sinnlos. Driftsack konnte man bei den Verhältnissen nicht einsetzen.
Also wieder zurück in den Fjord. Bei der Stange Hausvik, kam dann auch gleich eine Makrele ins Boot. Ansonsten war Dunkeltuten angesagt. Schön aber, dass man beim Angeln andere Boote gut beobachten kann. Vor allem, wenn man selbst durch die Windrichtung weiß, dass man eh nichts fängt. Ein Boot mit 3 Personen versuchte es bei 250 m Tiefe mal wieder. Stationärrollen und Monofile Schnur sagten schon einiges. Zum Anderen, wenn ein 14 Fuss-Boot als Ponton zum angeln benutzt wird und die Angler auf so einen „Kinderkram“ wie Rettungswesten verzichten. Selbst als sie relativ Dich an uns das eine Mal heran getrieben wurden und ihre Montagen abrissen, habe ich lieber nichts gesagt, dafür habe ich in der Zwischenzeit mir zu oft eine dumme Bemerkung eingefangen. Auf die Frage, ob wir schon etwas gefangen hätten, sagte ich nur: „Klar haben wir schon was!“
Jo, und die eine Makrele brachten wir dann auch zur Hütte. Die wurde dann besonders nett eingefroren.

24.07.2008:

Meine Tochter war nun eingetroffen. Sie sollte eigentlich schon am Abend ankommen, nur die Fähre hatte die Mole getroffen und musste mit großen Aluplatten repariert werden.
Ich bin dann am Vormittag raus gefahren. Diesmal stimmte der Wind (Südost) und vor Ullerøy holte ich in relativ kurzer Zeit so um die 30 Makrelen ins Boot. Leider frischte der Wind auf, so dass ich mich in Fjordnähe aufhalten musste. Die ersten Makrelen, die ich weiter Draußen fing, waren recht groß. Aber den Kopf riskieren, nur wegen der Fischgröße, geht ja nun gar nicht. Die Fischmenge reichte erst einmal. Meine Arme waren auch schon leicht von der Sonne angesengelt, die mit einer Kraft brannte, als wolle sie die letzten Tage nachholen.
Am Nachmittag wurde mit Frau und Tochter erst einmal Lyngdal aufgesucht. Ich setzte mich ins Cafe und trank einen Kaffee und ließ die beiden allein im Ort umherstreifen.



25.07.2008:
Wieder warm. Um 9.00 Uhr schon 21° und strahlend blauer Himmel. Zum Tidewechsel (11.40 Uhr) kommen leichte Fönwolken am Himmel auf und der Wind frischt etwas auf. Der Wind dreht auf Ost. Unser Sohn fuhr zum Angeln raus. So gegen 15.00 Uhr kam er mit einigen Rotbarschen und Wittlingen zurück. Mir war es an diesem Tag zu heiß zum angeln. Denn 28° und kein Schatten in Sicht, ist nichts, wenn die Sonnenallergie sich schon überall bemerkbar macht. Also Füße hoch.

Ach ja von einem Unglücksfall muss ich noch berichten:
Die ganze Zeit über hatten wir ein Rotkehlchen am Haus, welches sich bis auf 50 cm an uns ran traute. Der kleine Vogel bekam auch immer unsere Brotkrümel auf dem Stein vor der Terrasse serviert. Heute ist ihm ein Flugfehler unterlaufen. Er flog durch die offene Terrassentür in die Hütte und wurde von einer Fensterscheibe abgebremst. Er blieb mit Genickbruch am Boden liegen. Wir haben ihn dann ehrenvoll begraben.



26.07.2008:

Bei den Heißen Temperaturen ist diesmal ein Ausflug nach Flekkerøy angesagt. Im Auto ist es wenigstens kühl. Für die 83 km brauchten wir 1,5 Stunden. Erstaunlich, viele Norweger scheinen beim Autofahren ferngesteuert zu sein. Sie haben ständig ein Handy am Ohr. Die Fahrweise ist dann auch entsprechen.
Vor dem Tunnel nach Flekkerøy bog ich erst einmal links ab, um neue Fotos vom Kanonenmuseum zu machen. Auf dem Parkplatz angekommen ging es erst einmal einen Hügel hoch und wir wurden von einem netten Mann empfangen, der uns nicht nur das Eintrittsgeld abnahm, sondern auch noch die gesamte Anlage erklärte. Er sprach zwar Norwegisch, aber entsprechend langsam und mit dem Dialekt von Kristiansand. Deswegen konnte ich das sogar auch verstehen und musste es mir nicht von meiner Frau übersetzen lassen. Obwohl ich vor einigen Jahren die Anlage schon mal besichtigt hatte, war.



Die Ausstellung hat sich seit meinem letzten Besuch sehr zu ihrem Vorteil verändert.
Danach haben wir uns die Insel Flekkerøy angesehen.


















Kurz bevor wir wieder bei unserer Hütte waren, bemerkte ich, dass mein Handy verschwunden war. Tolle Nummer, aber erst einmal wurde gegessen. Dann schaute ich meine Mails durch, um die Telefonnummer von Alice zu bekommen. War ja wohl nichts, ich habe zwar eine 0800-er Hotlinenummer, doch die nützt mir im Ausland nichts. Die Nummer, die mir vom Provider auf das Handy geschrieben wurde (hab noch ein 2. Handy bei der Gesellschaft), ist vom Ausland aus auch nicht erreichbar. Also ein Sperren der Karte wäre nur durch eine Person in Deutschland möglich. Meine Tochter aber meinte, dass ich das Handy sicherlich in der Wallachei bei der Kanone 3 verloren haben könnte, denn sie hatte es kurz vorher noch an meinem Gürtel gesehen.
Also los, noch einmal die Strecke zum Kanonenmuseum (166 km hin- und zurück)
Die hatten zwar schon zu, aber um zur Kanone #3 zu kommen, kann man durch ein großes Loch im Zaun gehen. Das ist mir schon beim ersten Besuch aufgefallen. Als wir am Fuß der Kanone ankamen und ich das Handy angewählt hatte, hörte ich etwas entfernt das klägliche Klingeln. Sauber, alle gespeicherten Telefonnummern sind also gerettet.


Hier am Hügel lag das Handy

Gleich hier noch mal die Empfehlung: Telefonnummer zum sperren der Karte vom Ausland aus, vor der Abreise auf einem Zettel notieren.

27.07.2008:

Wieder Heiß ohne Ende. Keine Wolke am Himmel, leichter Ostwind. Wir beschlossen einen Ausflug nach Dalane / Sokndal.
Durch die Hitze wollen wohl einige Autofahrer nicht mehr so gern aus einem Tunnel herausfahren. Gerade der lange Tunnel vor Feda machte sich da besonders bemerkbar. Mit 80 rein und mit 40 wieder ans Tageslicht. Wohnmobile sind wirklich ein Genuss, wenn man da hinterher trödeln muss. Man sieht vor sich nur einen Brotkasten. Irgendwann wird es mir mal gelingen, mit guter Voraussicht über diese Brücke zu kommen.
Kurzer Stopp am Berrefjord.












Die Hütte der Fam. Buk steht auch noch, scheint aber nicht mehr vermietet zu werden. Zum Jahreswechsel ist der Mann der Eigentümerin gestorben. Nun wird das wohl auch demnächst verkauft werden. Die alte Dame, die unten am Fjord die Hütte besitzt, scheint auch nicht mehr zu leben, denn auch hier wurde einiges verändert, was sie sicherlich nie selbst getan hätte. Ein Anglerboot war in der Fjordmündung. Dort bei 60 m Tiefe würde ich nicht angeln, entweder links oder rechts an den Kanten. Die Sicht war diesmal sehr gut, man konnte sogar den Leuchtturm von Lista am Horizont sehen.
Bei der Küstenstraße (Nordseeweg) war es natürlich Pflicht, oben die Aussicht über den Jøssingfjord zu genießen.



Dann weiter durch den Ort Hauge i Dalane. Es sind ja viele Häuser dort, auch eine großes Schulgelände, aber Menschen sieht man dort so gut wie nie. Ich bin ja nun schon zu verschiedenen Jahreszeiten dort gewesen, aber geändert hatte sich mein Eindruck nie. Na ja, also kurz vor der Tankstelle links abgebogen und zum Rekefjord gefahren.















Die baulichen Veränderungen, seit ich das letzte mal hier war, sind schon beträchtlich. Nur die beiden großen Steinbrüche am Fjordausgang sind leider immer noch dominierend. Die Hütte, in der wir damals mal eine Woche lebten ist jetzt völlig renoviert und wird auch wieder vermietet. (Ein Berliner war dort zu Gast) Das Boot, welches davor parkte und wahrscheinlich jetzt zur Hütte gehört, ist ganz hervorragend zum Angeln auf dem Meer geeignet. Nach dem Rekefjord kam der Ort Sogndalstrand an die Reihe. Auch hier hatte sich einiges zum Positiven verändert. Der Ort hat unbedingt gewonnen, seit er unter Denkmalschutz gestellt wurde. Etliche nostalgische Läden, Cafes und ein historisches Hotel machen sich wirklich gut.













28.07.2008:

Wieder Heiß ohne Ende. Hab dann mal bei Wolfgang in Skottevik angerufen. Er hatte so ab 13.00 Uhr Zeit. Die E39 war recht frei, so dass wir schon eine viertel Stunde vor Termin in Skottevik ankamen. Der Campingplatz war sehr gut belegt. 2 Tage vorher war übrigens ein Testbericht der VG (Norwegische Tageszeitung) über Campingplätze in Südnorwegen. Testsieger mit Abstand war Skottevik.

Hier einige Bilder:








Die Kanus sind für Gäste, die eine Woche und mehr dort sind kostenlos.






Die Hüttenanlage vor dem Bootshafen.

Abends bin ich dann mit meiner Frau bis zum Sonnenuntergang in der Rosfjordmündung beim Angeln gewesen. Es sind dabei etliche Makrelen ins Boot gekommen.



29.07.2008:

Am Nachmittag war ein Lachsessen bei Freunden angesagt. Vormittags noch einige Kleinigkeiten in Lyngdal besorgt. Bei der Hitze (31°) war eh nur Faulenzen angesagt.

30.07.2008:

Letzter Tag vor der Abreise. Den Tag hasse ich wie die Pest. Machen kann man eigentlich nichts und doch hat man ja noch einen Tag. Mein Sohn war so nett und hatte das Boot für Cheffe klar gemacht. Sauber und vollgetankt versteht sich. Auch die Hütte wurde geputzt. Alles was nicht mehr gebraucht wird, kam schon mal ins Auto.

31.07.2008:

10.00 Uhr war Abfahrt. Schade, die 3 Wochen waren einfach zu kurz. Es ist vieles nicht abgehakt worden, was ich noch gern gemacht hätte.
Die Fähre war pünktlich.
Hier noch ein Blick auf Kristiansand:















Vielleicht bin ich in der ersten Oktoberwoche wieder in diesem schönen Land.

Hoddel


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