Reiseführer Südnorwegen

Statistik seit 06.03.2008

Benutzer
1
Beiträge
899
Weblinks
17
Anzahl Beitragshäufigkeit
9584131

Wer ist online

Aktuell sind 464 Gäste und keine Mitglieder online

Googlewerbung:

 


 

Diese Seite verwendet Cookies.

Informationen zu Cookies entnehmen sie bitte der mehr...

verstanden

 

2011 in Südnorwegen.


Vorwort:

In den 20 Jahren hatten wir im Sommer noch nie so viele Regentage. Gelegendlich hatten wir das Gefühl, man wollte und mit dem Ferienhaus vom Berg herunter spülen. Wer sich aber vom Wetter die Laune verderben lässt, sollt nicht nach Norwegen fahren. Vor allem sollte man niemals nur eine Woche fahren. Man bekommt dann nur einen falschen Eindruck von Norwegen. Das freundliche Sørlandwetter muss man dann genießen, wenn es da ist. Regnet oder stürmt es, dann stellt man sich darauf ein. Glücklicher Weise kann der Mensch das Wetter nicht ändern. Denn sonst würde man sich deswegen auch noch die Köppe einschlagen.


21.08.2011 3:30 Uhr:
Wecken zu einer Zeit, wo ich oftmals erst zu Bett gehe. Man sagte mir Stunden später, dass ich aufgestanden bin. Die Fahrt von Hamburg nach Hirtshals verlief völlig Reibungslos. In Hirtshals noch einmal voll tanken. Das sind alles Sachen, die einem in Fleisch und Blut übergegangen sind. Benzinpreis in Norwegen: 14 Kronen, Diesel 13 Kronen. In Dänemark: Benzin 11 Kronen, Diesel 9 Kronen.


Nun zum Fähranleger der Fjordline. Plötzlich der Spruch meiner Frau: „Halt, umdrehen, da steht Heiko am Straßenrand!“ Wenn die Frau das sagt, ist es so. Also kehrt Marsch und siehe da, ein Auto aus Hannover und Heiko winkt. Es fand eine herzliche Begrüßung statt und wir lernten Heikos Vater dabei kennen. Kleines Pläuschchen noch und dann trennten sich unsere Wege, da Heiko mit Colorline fuhr.


Nach dem Einchecken kam noch ein Anruf und Rolf meldete sich. Rolf und Sandra waren mit ihrem Wohnmobil in Spur 9. Also schnell mal hin und Tag sagen. Ich weiß gar nicht, wie die beiden darauf gekommen sind: es gab einen Becher Kaffee. Wir klönten noch eine Weile, dann war auch schon das Beladen der Fähre angesagt.

Wir trafen und dann wieder auf dem Heck der Fähre, um eine zu rauchen. Tja, und dann beobachteten wir, einen Ferrari bei der Auffahrt zur Fähre. Ganz vorsichtig musste er rückwärts die Rampe hoch. Da dieses Auto selbst für das Rückwärtsfahren nicht gebaut ist, musste der Fahrer bei offener Autotür die Rampe hoch fahren. Der Autonummer nach müsste er aus Stavanger kommen. Also kein Angler.


Dann ging es bei glatter See los. Das änderte sich kontinuierlich bis Kristiansand. Trotz einiger Kranker auf der Fähre, eine ruhige Überfahrt. Ich konnte den Becher ganz mit Kaffee füllen.


Der Zoll in Kristiansand winkte uns freundlich durch, sie ahnten wohl, dass es bei uns vertane Zeit gewesen wäre, wenn sie unser Auto durchsucht hätten. Ich hatte aber 4 Flaschen Bier für Eike geschmuggelt. Das erste Mal, dass ich das gemacht hatte. In Kristiansand musste es ganz schön gegossen haben, denn die Straßen waren nass und von den Felswänden floss ganz schön viel Wasser herunter.


Die E39 war ohne Stau. Ich bin mehrfach rechts heran gefahren, weil einige Norweger es sehr eilig oder zu viel Geld hatten. Auf dem Weg hörten wir noch auf Radio Norge die Ansprache von König Harald zum Trauergedenken an die Opfer von Utøya und Oslo. Eine sehr einfühlsame Rede.


Im Haus angekommen, Lothar (Cheffe) hatte die Schlüssel wie vereinbart deponiert, wurde schnell eingeräumt, Kaffee gekocht und dann genossen wir erst einmal die herrliche Ruhe über dem Rosfjord. Gegen Abend kam noch der Eigentümer mit seiner Frau vorbei und wir unterhielten uns noch bis nach 21:00 Uhr.

22.08.2011
Geschlafen wie ein Stein. Um 9:00 Uhr war meine Frau schon unten am Fjord und wir frühstückten in aller Ruhe mit Fjordblick.

 

So gegen 11:00 Uhr besuchten wir Bekannte in Våsdal. Danach ging es zum Einkaufen nach Lyngdal. Bei REMA1000 stand ein älterer Herr vor der Kühlung und machte einen recht verzweifelten Eindruck. Ich fragte ob ich helfen könnte. Er sah mich erschrocken an und sagte: „Ja, ich suche Butter!“ Ich zeigte ihm die Butter, vergaß leider noch zu sagen, dass es zwei Sorten Butter gibt (gesalzen, ungesalzen). Das fiel mir aber erst ein, als wir wieder in der Hütte waren. Die Tochter des alten Herren traf ich draußen noch. Sie war recht enttäuscht. Laut Katalog sollte ihr Ferienhaus am Wasser liegen, leider war es nicht so. Auch wurde von guten Angelmöglichkeiten geschrieben. (Das Ferienhaus liegt in Åpta). Ich fragte nur: „Habt ihr bei Borks gebucht?“ Die Antwort: „Ja!“ Mehr schreibe ich nicht dazu.

19:00 Uhr Tidewechsel, wir machten das Boot klar. Wir wollten nur einige Makrelen fangen. Wir fuhren aus Skarstein raus auf die Insel Børøy zu. An der Insel angekommen waren schon rund 10 Makrelen im Boot. Dann fuhren wir noch kurz hinter die Insel und wieder zurück. Die Fjordüberfahrt musste schnell gehen, da gerade ein dänischer Stückgutfrachter in Richtung Agnefest war. Danach sprangen noch weitere 6 Makrelen ins Boot und uns reichte es. Die Fische wurden gefrierfertig im Boot gemacht und dann ging es zur Hütte hoch.

23.08.2011
8:00 Uhr Windstille über dem Fjord. 17°C im Schatten, was will man mehr. In aller Ruhe gefrühstückt. Dann ging meine Frau noch etwas Spazieren, was eigentlich bedeutet, dass sie mit etlichen Pilzen wieder kommt. So war es dann auch. Pfifferlinge und Birkenpilze waren das Ergebnis. Auf dem Fjord "rauschte" ein Anglerboot nach dem anderen Richtung Fjordausgang. Alles so nach dem Motto: "Zurück bleiben, es geht nach Neskletten!" Am meisten muss ich immer über die Angler lachen, wo vorn im Bug einer in gebückter Haltung sitzt, damit es schneller geht. Der Motor auf AK (Alle Kraft) und selbst der am Motor sitzt, duckt sich. Auf diese Art und Weise schaffen sie höchstens 8 Knoten, da das Boot als Verdränger fährt. Würde sich die zweite Person in die Mitte setzen, kommt das Boot zum Gleiten und bei dreiviertel Last erreicht es dann 20 Knoten. Der Verbrauch ist dann längst nicht so hoch. Aber wer zum Angeln nach Neskletten fährt, der denkt eh nicht nach.


Da wir am Nachmittag zu Suse rüber wollten war „Sonne auf der Terrasse“ angesagt. Buch lesen und auf den Frord schauen, dabei die norwegische Ruhe genießen.


Um 13:30 Uhr ging es dann zu Suse. Wir nahmen nicht die Strecke über die E39 sondern über Grønsfjord, Spangereid. Eine wunderschöne Strecke mit sehr vielen Kurven. Nach 20 Minuten waren wir vor dem Friseursalon von Suse angekommen.

Herzliche Begrüßung war angesagt. Wir hatten uns schließlich ein Jahr nicht gesehen.

Suses Salon:


Nach einiger Zeit kam Steffen, Suses Mann, auch dazu. Steffens Spruch: „Einen erfolgreichen Auswanderer erkennt man daran, dass er einen Blaumann anhat!“ Damit war für ihn die Klamottenfrage erledigt und Suse hatte wieder „ihren Plan“. Nun ging es rüber zum Haus am Hang, wo Heiko mit Frau und Eltern wohnt.

Heiko wartete schon:

 

Alle waren in guter Stimmung und nachdem die Emma (Suses neuer Kutter) hupte, ging es an Bord. Der Diesel blubberte ruhig vor sich hin. Ein schönes Schiff. Vieles vom Holz wurde erneuert und es hat dadurch eine super Substanz. Es ist noch einiges zu machen, bis auch das Vorschiff von drinnen so ist, wie die beiden es haben möchten. Aber so, wie ich Steffen einschätze, ist das im Frühjahr erledigt.

Bevor es los ging, konnten wir noch einen Meereswanderer bewundern:

Hier bog er dann ab:


Nun ging es raus durch die Schären Richtung Våre und Utvåre.

An der Spitze von Utvåre hielt Steffen an und Angeln war angesagt. Mein Harpe war sofort mit Makrelen besetzt und die ersten 10 Makrelen kamen in die Bütt. Heiko und Suse füllten die Bütt weiter auf. Dann hatte ich noch einen netten Pollack auf der Harpe. Auch Heiko und Suse sorgten noch für Pollack-Nachschub.

 

Suse nach holländischer Art (van Achtern)

Wir mussten nun den Platz wechseln, denn Heikos Vater ging es nicht so gut, es war für ihn doch etwas zu wellig. Wir setzten um, wo es etwas ruhiger war. Hier gab es zwar kein Fisch, dafür aber Fischsuppe von Steffen serviert. Absolut lecker!

Dabei trafen wir auch andere Angler. Hier z.B. einer, der beide Beine außen Bords hatte. Dafür natürlich keine Rettungsweste:

Anfahrt auf Furuholmen:

 

Die Häuser, wo etliche schon drauf hin fiebern:


Es war ein sehr schöner Ausflug mit der Emma, wofür ich Suse und Steffen hier noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön sagen möchte.

24.08.2011
Sturm aus Nordost und Regen, wie erwartet nach dem Abendhimmel vom Vortag. Ein Tag, wo man nicht einmal seinen Hund vor die Tür lassen würde. Wir bekamen am Nachmittag noch Besuch, dann war „Füße hoch“ angesagt. Den Fjord ständig im Blick, Feuer im Kamin, urgemütlich.

25.08.2011
Windstille und die Sonne schaut durch die Wolken.

Erst einmal Einkaufen in Farsund. Auf dem Weg, der durch Bjørnevåg geht, sahen wir dann die noch rauchenden Trümmer des Ferienhauses in Jakobs Anlage. Wie man später durch die „Buschtrommeln“ erfuhr, hatte der deutsche Urlauber noch bis 4:30 Uhr fern gesehen und sich dann auch ins Bett gelegt. Eine kurze Zeit später wurden sie von den Nachbarn geweckt, weil Qualm aus der Hütte stieg. Jakob wurde benachrichtigt und die Nachbarn versuchten noch das Feuer zu löschen. Es war vergeblich. Auch die kurz danach eingetroffene Feuerwehr konnte nichts mehr retten.


Am Nachmittag ging es mit dem Boot raus, wo wir dann nebenbei einige Makrelen ins Boot beförderten. Wir waren nur eineinhalb Stunden im Fjord unterwegs und 16 Makrelen kamen bei der Fahrt ins Trockne.

26.08.2011
Der Himmel sagte: Unwetter im Anmarsch! Also ab ins Auto und zur Listahalbinsel rüber. Wir fuhren über Vanse nach Stavegård. Dort am Parkplatz, wo es zu den Historischen Zeichnungen von Penne geht, hatte meine Frau Brombeeren gesammelt, bis uns der Regen einholte. Dann ging es weiter nach Jøllestov. Der Regen nahm zu und so konnte ich nur zwei Fotos aus dem Autofenster machen. Bei einem kamen gerade drei Angler in einem Boot vorbei. Ich drückte ihnen nur die Daumen, dass sie vor dem Unwetter wieder im Hafen sind.

Das Bild habe ich aus dem Autofenster gemacht, weil es gerade wie aus Eimern schüttete.


Im Ferienhaus angekommen, legte das Unwetter los. Die Insel Børøy gegenüber verschwand im Regen. Das Wasser prasselte gegen die Fensterscheiben. Es blitzte und Donnerte.

Das Bild wurde um 19:41 Uhr aufgenommen. Ende August wird es normaler Weise erst um 21:30 Uhr dunkel.

Gegen 20:00 Uhr ließ es dann nach und der Wind legte sich langsam wieder zur Ruhe. Auch die Insel Børøy kam wieder zum Vorschein.

27.08.2011
Windstille, stark bewölkt und einzelne Regenschauer. Bestes Wetter um nach Lyngdal zum Einkaufen zu fahren. Auf dem Rückweg noch Bekannte besucht.
Nachmittags wollten wir eigentlich mit dem Boot raus, nur einzelne kräftige Regenschauer hatten uns davon abgehalten. Es war auch ganz nett zu sehen, wie sich Angler auf dm Fjord vor dem Regen schützen, wenn man selbst im Trockenen sitzt.

28.08.2011
Einige Regenschauer weckten uns mit starkem Trommeln auf dem Dach. Zwischen den Schauern, blauer Himmel. Wind aus Süd so bei 12 m/s. Für den Nachmittag haben sich Gäste angesagt. Meine Frau hatte Pilze und Blaubeeren gesammelt, auch eine nette Sache.
Als wir noch mit unseren Gästen zusammen saßen, kam doch tatsächlich auf dem Fjord ein kleines Boot an. Es kämpfte sich durch die Wellen und die beiden Insassen fingen bei uns in der Bucht an zu angeln. Damit sie nicht so schnell treiben, hatten sie ständig mit dem Motor die Drift verlangsamt. Teilweise kam der Regen als Wasserwand in völliger Schräglage über den Fjord. Wir hatten zu der Zeit Wind aus Süd mit 7 bft. Die beiden im Boot hatten aber Rettungswesten an, nur muss man sich das wirklich an tun? Sie hatten Hänger ohne Ende, denn alle Augenblicke war der in der Spitze des Bootes dabei, die Schnur mit der Hand ein zu holen.

Man sollte sich bei dem Bild nicht täuschen lassen, die Wellen auf dem Fjord waren über einem Meter hoch. Man sieht es auch an den Schaumkronen. Der Regen kam waagerecht, deswegen sind die beiden auch nicht ganz scharf auf dem Bild zu erkennen.



29.08.2011
In der Nacht stürmte es und das Wasser kam eimerweise vom Himmel.

Morgens dann Windstille. Jetzt fiel der Regen wenigstens senkrecht. Und die Angler stehen wieder in ihren kleinen Booten:

Angler mit Hämorrhoiden?  (Soll es ja auch geben)

Vormittags hielt ich noch bei der Hängebrücke von Lyngdal an und machte diese Fotos:

Die Brücke wird gerade renoviert. Der Himmel über der Lyngna sah hier noch recht bedrohlich aus:

Am Nachmittag hatten wir beschlossen, dass es trocken bleibt und fuhren um 16:30 Uhr mal mit dem Boot auf den Fjord. Was heißt um 16:30 Uhr? Das Wasser im Boot war leider nicht geheizt, sonst wären wir mit einem Whirlpool raus gefahren. Also war erst einmal Wasserschippen angesagt. Bis man 50 cm Wasser aus dem Boot bekommen hat, dauert es schon einige Zeit. Dann nach einer halben Stunde, als wir endlich los konnten, kam auch die Sonne zum Vorschein. Wir ließen uns einmal über den Fjord treiben, der hier bis zur Insel Børøy etwas über einem Kilometer breit ist. Drüben angekommen waren die ersten 40 Makrelen im Boot. Zweite Drift und die Anzahl der Makrelen erhöhte sich auf 84. Dazu kamen noch zwei Wittlinge. Es reichte. Die Fische machte ich gleich auf dem Fjord für den Froster fertig. Nach zweieinhalb Stunden waren wir wieder in der Hütte. Übrigens, keine Makrele hatte sich für die Angel meiner Frau interessiert, da kam lediglich ein Wittling dran.

 


Der Tag endete trocken, was ja auch mal ganz nett war.

30.08.2011
Stark bewölkt, der Fjord liegt ganz ruhig und zeigt kaum Wellen. Leichter Wind aus West. In der Nacht hatte es natürlich wieder geregnet. War ja klar, das Boot war ja auch trocken. Heute ist eh nichts mit Angeln, die Fische in der Truhe müssen ja erst einmal durchgefroren sein.
Ich brauchte ja noch Bilder von der Insel Skjernøy für meine Homepage. Also auf nach Mandal. Kurz vor Mandal gibt es ein Hinweisschild zur Ulvarefabrik. Da wollte ich ja immer schon mal hin, also links abbiegen und hin. Für die, die mit dem Namen nichts anfangen können, das ist eine Fabrik, die um die Jahrhundertwende aufgebaut wurde und bis in die 70-er Jahre die Region mit Arbeit versorgt hatte. Hier wurde aus Schafswolle Wollgarn gesponnen und auch Strickwaren hergestellt. Ebenso Filzmatten usw.


Es war natürlich klar, dass Besichtigungen nur in der Saison stattfinden und wir mal wieder außerhalb der Saison dort ankamen. Dafür konnten wir aber in der Butikk Wolle kaufen, die hier hergestellt wird. Denn eine kleine Produktionsschine ist immer noch im Betrieb. Ich habe von Wolle nur so viel Ahnung, dass ich weiß, als Pullover ist das angenehm warm. Meine Frau war hell auf begeistert und bald habe ich einen Pullover aus norwegischer Wolle.


Dann ging es weiter nach Skjernøy. Eine sehr schöne Insel, die mit vielen Ferienhäusern bebaut ist. Die Ferienhäuser sind meist passend zur Landschaft. Eine Insel zum wohl fühlen.

 

Danach ging es nach Tregde. Hier hat sich gegenüber dem letzten Jahr nicht viel verändert. Dafür habe ich aber vom Ort Tregde selbst endlich mal einige Fotos machen können.


Gegen 18:30 Uhr hatten wir eine Einladung von unserem Eigentümer. Er erzählte uns einige Tage vorher, dass er draußen war, um Makrelen zu angeln, aber nur 2 an den Haken bekommen hatte. Da er mit Angeln an sich nichts am Hut hat, bot ich ihm an, welche aus dem Fjord für ihn zu sammeln. Wir sind etwas im Fjord herum getuckert und haben uns sehr gut unterhalten. Dabei gingen 30 Makrelen ins Boot. Richard war begeistert. Es war eine sehr informative „fisketur“. Ich habe noch einige Informationen dabei über Land und Leute erhalten.

31.08.2011:
Morgens Windstille, Sonne. Der Fjord liegt wie ein Gemälde vor einem. Eine herrliche Ruhe umgibt einen. 17°C ist ein guter Tagesanfang. Da heute letzter Tag der Lachssaison für die Lyngna ist, bin ich die Strecke abgefahren um die 18 km mal im Bild fest zu halten. Bis Kvås habe ich nun endlich mal die Lyngna komplett fotografiert. Bei dem Licht, eine Freude.

Am Nachmittag ging es noch einmal mit dem Boot raus. Da Totti ja unbedingt ein Bild von mir haben möchte (für Magdeburg) hatte ich eine Angel mit ins Boot genommen. Gefangen hatten wir bis Sonnenuntergang rund 30 Makrele und einen stattlichen Wittling, den meine Frau an die Angel bekommen hatte.



01.09.2011:
Morgens Windstille, blauer Himmel. Traumhaftes Wetter.

Auf dem Fjord sieht man einige Boote in großer Eile Richtung offenes Meer fahren. Ziel ist bei vielen Nesskletten. Ich möchte nicht wissen, was bei solchem Wetter dort für Revierkämpfe stattfinden. Da wir am Nachmittag bei Bekannten eingeladen sind, fuhren wir so gegen 11 Uhr mit dem Boot mal raus. Die Sonne brannte und wir genossen die Fjordmündung.

Da ist mir gerade eine Makrele ins Boot geflutscht.

Neben einem Hornhecht, einem Dorsch und einigen Wittlingen kamen noch mal rund 40 Makrelen ins Boot. Für eine Ausflugsfahrt von 3 Stunden kein schlechtes Ergebnis.

02.09.2011:
Bedeckter Himmel, die Wolken ziehen von Süden rein. Ein sicheres Zeichen, dass auch in den kommenden Tagen kein gutes Wetter zu erwarten ist. Nach dem Frühstück sah ich einen Angler im Fjord, der auf eine besondere Art mit der Harpe fischte. Er ließ die Schnur ab, fuhr ca. 30 m mit dem Boot und stellte sich dann hin, um die Schnur wieder ein zu holen. An den Stellen, wo er gefischt hatte, halten sich Makrelen sehr ungern auf. Deswegen kam auch nichts ins Boot. Wir brauchten noch Benzin fürs Boot und somit ging es nach Lyngdal. Von dort aus fuhren wir nach Hausvik. Auf der Ecke gibt es viele Brombeeren, die meine Frau pflücken wollte. Ich hingegen wollte neue Fotos von Hausvikstrand machen. Die Beeren waren gepflückt und es ging um den See nach Hausvik. Schon in der Kurve, wenn man den Fjord ganz einsehen kann, fiel mir der Unterkiefer runter. Es tat sich eine Großbaustelle auf. Dort wo ursprünglich ein bewaldeter Berg war, ist jetzt nur noch Fels zu sehen und neue Ferienhäuser waren im Bau. Das einzige, was noch geblieben war, sind rund 5 alte Häuser, wovon eines als Ferienhaus über Borks vermietet wird.

Zitat aus der Onlinebeschreibung:

(Sørlandsperle in einer idyllischen Meeresbucht mit Panoramaaussicht auf Schären und Inseln nahe dem offenen Meer. Das Haus liegt romantisch und ungestört.)

Das Haus liegt an der Schotterstraße, wo alle längsfahren, die zur Bucht wollen:

Die idyllische Meeresbucht:

Die Hotelanlage im Hintergrund (Hausvik Maritim) ist jetzt auch fertig gestellt.

Na ja, Geschmacksache, wer es mag..... Am Nachmittag gegen 16 Uhr wollten wir eigentlich noch einmal mit dem Boot raus, doch ich sagte noch zu meiner Frau: „Lass uns noch eine Stunde warten, wenn es dann nicht regnet, fahren wir raus. Um kurz vor 17 Uhr fing es an zu regnen. Also Füße hoch und in der Hütte bleiben.

03.09.2011:
Die Wolken kommen jetzt von Osten. Ich vermute mal, dass Suse die von Furuholmen hier her schiebt, weil sie Sonne haben möchte. Deswegen haben wir uns auf den Weg gemacht um uns bei Eike aus zu weinen.

Aber erst mal in Feda anhalten, meine Fotos auf der Page sind mehr als dürftig:

Das Fassmuseum, leider nicht geöffnet.

Harald war lange nicht mehr in Feda.


In Flekkefjord angekommen ging es erst einmal ins Einkaufszentrum, mal schauen ob es dort etwas Neues gibt. Dann sind wir nach Fjelså rüber gefahren, denn einmal im Jahr muss ich mal schauen, wie es in der Blubberblasenbucht aussieht. Leider fing es da gerade an zu nieseln und ich konnte nicht auf der Bank Platz nehmen und den Anglern zusehen, so musste nur ein Foto reichen.


Danach ging es zu Eike. Eine herzliche Begrüßung fand statt und wir nahmen auf der Terrasse Platz. Es war richtig nett mit Eike und seiner Frau.


Die Rückfahrt am späten Nachmittag ging recht schnell, da die Straßen in der Richtung nahezu leer waren.

04.09.2011:
So gegen 8 Uhr rollte ein Donner über den Fjord. Die Russen kommen? (Werner) Nein es war ein Gewitter. Regen konnte man zu der Wasserwand auch nicht mehr sagen, es prasselte nur noch. Temperaturmäßig war es mit 17°C aber nicht unangenehm. Also erst einmal in Ruhe Frühstücken und dann mal bei Suse anrufen. Wir waren ja schon für den Sonntag locker verabredet. Gegen 10.30 Uhr fuhren wir dann los. Diesmal fuhren wir über die E39, da bei dem Regen die kleinen Straßen wegen evtl. Erdrutschen zu unsicher sind. Max. waren 60 km/h machbar. Alles andere wäre „Bootfahren“. Auf den Straßen lag das Wasser. Nach einer Stunde waren wir dann vor dem Haus von Suse und Steffen. Hätte da nicht der Trecker vor der Scheune gestanden, wir wären schon 15 Minuten eher da gewesen. Deswegen dachte ich zuerst, das wäre ein landwirtschaftlicher Betrieb.
Während es draußen aus Eimern goss, haben wir uns im Haus sehr schön unterhalten können. Suse machte zum Mittag eine Pilzsuppe mit selbst gesammelten Pilzen. Klasse Suse! Suse hatte für mich auch noch zwei norwegische Atlanten gefunden, wo ich sehr viele Infos über Norwegen entnehmen kann.
Am Nachmittag haben wir uns dann noch das „Haus am Hang“ genau angesehen und ich habe von den Räumen einige Fotos machen können. Ein ideales Haus für Angler!

Wohnraum

Küche

Ein Ersatzbett ist auch vorhanden.

Dann fuhren wir noch nach Reme, wo ein Ferienhaus der besonderen Art steht. Das Haus wurde 1740 erbaut und mit der Zeit ist es je nach den Ansprüchen gewachsen. Die Inneneinrichtung ist ein Traum für Leute, die ein Auge für historische Einrichtungen haben. Hier sollten wirklich nur ausgewählte Gäste mieten dürfen. Selbst das Geschirr ist so hochwertig, das man sich kaum traut, davon zu essen. Ich glaube die Bilder sprechen für sich.

Mehr Bilder später auf meiner Seite.

Als wir fast mit der Besichtigung fertig waren, kam Paul, der Eigentümer noch dazu und erklärte uns einige Besonderheiten vom Haus. Paul ist einer von den ganz liebenswürdigen Norwegern, von denen ich in der Zwischenzeit schon etliche kennen gelernt habe. Er spricht ein sehr gutes Deutsch, freut sich aber, wenn man sich bemüht, norwegisch zu sprechen.

05.09.2011:
Ganz leichter Wind aus Ost und Nieselwetter. Lyngdal ruft, wir brauchen noch einiges an Lebensmittel. Auf dem Rückweg haben wir noch bei Bekannten angehalten.
Kurz nach 17 Uhr (Tidewechsel), lockerte die Bewölkung etwas auf. Bei dem starken Tiefdruckgebiet konnte man mit rund zwei Stunden ohne Regen rechnen. Da wir noch einige Makrelen brauchten, habe ich das Boot erst einmal vom Regenwasser befreit und bin dann mit der Harpe auf den Fjord gefahren. Gleich nachdem ich die Bucht von Skarstein verlassen hatte, ließ ich die Harpe ab und die ersten fünf Makrelen waren im Boot. Bereits nach einhundert Meter Drift, waren die gewünschten 40 Makrelen an Bord. Also gleich gefrierfertig machen und die Möwen freuten sich. Auf der anderen Seite vom Fjord bemühten sich mehrere Angler, um Makrelen zu fangen. Ich bin rüber gefahren und sagte denen, dass der große Schwarm zurzeit auf der anderen Seite ist. Ich bekam erstaunte Blicke und zur Antwort: „Ja dann fahren wir da mal hin!“ Ich fuhr wieder auf die andere Seite ließ mich dort treiben, wo keine Makrelen mehr sind, um die Harpe wieder auf zu wickeln. Die beiden Boote auf der anderen Seite vom Fjord brachen dann auf in Richtung Skomrak. Die haben mir scheinbar nicht geglaubt. (Ein Süßwasserangler verrät seine guten Stellen halt nicht)

06.09.2011:
In der Nacht tobte sich Thor über den Fjord aus. Einige recht laute Donnerklänge ließen das Haus leicht wackeln. Der Regen gab sich alle Mühe, nur wenn man oben auf einem Berg ist, kommt nichts ins Haus.
Morgens Wind aus Süd, Südwest, der sich immer mehr verstärkt. Auf dem Fjord bauen sich immer mehr Wellen auf und die ersten Schaumkronen bilden sich. Ein Anglerboot ist auf dem Weg zur Fjordmündung und kämpft gegen die aufkommenden Wellen. Ich hoffe nur, dass die beiden Angler nicht auf dem Weg zu den Nesskletten sind, denn das Wetter wird heute im Sturm enden. Um 12 Uhr sah es über dem Fjord so aus und das Boot war noch nicht zurück.
Am Nachmittag sind wir noch einmal nach Trånevåg gefahren, um die Stürmische See hautnah zu sehen.


Da unsere Fischkiste gefüllt ist, haben wir das Boot schon mal fertig gemacht. Tank raus und Boot gereinigt. Zum Tidewechsel gab es nämlich eine kurze Regenpause von zwei Stunden.

07.09.2011:
Der Wind hat nachgelassen, der Fjord ist an Skarstein relativ ruhig geworden. Ein Angler zieht am Ender von Børøy seine Kreise und schleppt auf Makrelen. Einzelne Regenschauer kommen herunter, aber auch die Sonne schaut mal nach dem Rechten.

Dann wurde zusammen gepackt. Nochmals nach Lyngdal, um den Tank vom Boot auf zu füllen. Leider war die Entlüftungsschraube nicht ganz geschlossen. Was dazu führte, dass jetzt mein Auto wie eine Tankstelle stinkt. Aber irgend etwas ist ja immer. Abends bekamen wir noch das hier zu sehen:

Nettes Zeichen für den kommenden Urlaub.

08.09.2011:

Das Fahrzeug wurde gepackt und dann mit einigen Stopps zum Verabschieden ging es auch noch bei Suse vorbei. Einige Abschiedstränen wurden noch vergossen und dann ging es zur Fähre.

Die Überfahrt war sehr ruhig. Um 20:00 Uhr waren wir in Hirtshals und um 1:00 Uhr dann zu hause.

Tja, und jetzt warte ich elf Monate auf den nächsten Sommerurlaub. Vorher ist aber die Piratentour angesagt. Da wird sich für mich ein Traum erfüllen.

Ich hoffe mein Bericht war ausführlich genug.

Hoddel


 


Googlewerbung:

 


 

Suche: